Erster Verband für Angestellte in steuerberatenden Berufen gegründet

Seit August 2017  steht den Angestellten in steuerberatenden Berufen ein eigener Bundesverband offen: Valtaxa tritt an, den Frauen und Männern der Branche eine Stimme zu geben, ihre Interessen zu vertreten und die Berufe in den Kanzleien zukunftssicher fortzuentwickeln.

Über 200.000 Menschen in Deutschland arbeiten als Angestellte in steuerberatenden Berufen, also in Unternehmen, die – so die etwas sperrige Definition – zur unbeschränkten Hilfeleistung in Steuersachen nach § 3 Steuerberatungsgesetz (StBerG) befugt sind. Also vornehmlich in Steuerkanzleien, aber auch bei Wirtschaftsprüfern oder Rechtsanwälten.

Wo es für die Arbeitgeberseite mit Kammern und Verbänden ausreichende Interessenvertretungen gibt, fehlte diese bisher aufseiten der Arbeitnehmer. Dies hat sich nun geändert.

Am 24. Mai 2017 hat sich in Hannover Valtaxa gegründet, ein Berufsverband speziell für Angestellte in steuerberatenden Berufen. Zu den Gründungsmitgliedern gehören viele Steuerfachangestellte, angestellte Steuerberater, aber auch selbstständige Berufsträger, die ihre Karriere als Steuerfachangestellte begonnen hatten. Ebenso dabei waren Berufsfremde, die anderweitig vertraut mit der Branche sind.  Die notarielle Anmeldung zur Eintragung in das Vereinsregister erfolgte im Juni.

Jetzt öffnet sich der Vorhang für die Internetseite des Verbands und somit können Interessenten – selbstverständlich online – beitreten.

Zukunftssicherung für Steuerleute

Valtaxa ist ausschließlich den Interessen seiner ordentlichen Mitglieder verpflichtet. Dazu zählen nicht nur die steuerfachlich orientierten Berufe wie Steuerfachangestellte, Steuerfachwirte oder Betriebswirte etc., sondern ebenso Kräfte aus dem Sekretariat, aus der IT und natürlich auch angestellte Steuerberater – also alle Angestellten in Unternehmen, die zur unbeschränkten Steuerberatung befugt sind.

Sie alle stehen gemeinsam mit ihren Arbeitgebern vor den großen Herausforderungen der Branche: Digitalisierung und Automation, Fachkräftemangel und demografischer Wandel werden Arbeit und Aufgabenverteilung in den Kanzleien und die dahinterliegenden Geschäftsmodelle gründlich verändern. Valtaxa bietet seinen Mitgliedern erstmals eine zeitgemäße Form, sich zu diesen Themen zu informieren, auszutauschen und zu organisieren.

Digital first

Dies will Valtaxa mit konsequenter Modernität erreichen. Daher ist der Grundsatz zur Nutzung zeitgemäßer Strukturen, Kommunikationsformen und Organisationsmodellen sogar in der Satzung festgeschrieben.

Herzstück des Verbandslebens ist somit folgerichtig ein eigenes soziales Netzwerk. Dort können sich Mitglieder zu Fachfragen austauschen, aber auch zu Karrierethemen und das Private berührenden Aspekten, wie z. B. die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Valtaxa setzt dabei auf die Lösung Workplace by Facebook, eine geschlossene Version des vertrauten sozialen Netzwerks.

Als einer der wenigen Berufsverbände bietet Valtaxa zudem Online-Mitgliederversammlungen an und erleichtert so die Teilnahme am Verbandsleben – ohne große Wege oder Kosten für die Mitglieder. Konsequenterweise ist auch der Beitritt nur auf digitalem Weg möglich.

Digitale Werkzeuge sollen auch zur Vermessung des Berufsfeldes beitragen. Eine Studie zur Gehaltssituation und Arbeitszufriedenheit von Kanzleikräften ist bereits in Vorbereitung.

Ebenso steht ein Online-Jobportal auf der Agenda, bei dem durch besondere algorithmische Matchingfunktionen – man fühlt sich dabei ein wenig an Datingbörsen erinnert – besonders gut zusammenpassende Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammenfinden sollen.

Konsequent im Dialog

Neben der ordentlichen Mitgliedschaft für Angestellte in steuerberatenden Berufen bietet Valtaxa auch Mitgliedschaftsarten für Kanzleien und Branchendienstleiter an.

Dies ist dem kooperativen Ansatz von Valtaxa geschuldet. Der Verband sieht die Lösung der aktuellen Herausforderungen nicht im Lagerkampf, sondern in der Zusammenarbeit. Veränderungen können nur aus der Mitte der Unternehmen bewältigt werden. Somit hat Valtaxa ein offenes Ohr für alle Marktteilnehmer, die einen ähnlich ganzheitlichen Ansatz verfolgen und einen starken Stand für Angestellte als Gewinn und nicht als Bedrohung sehen.

Die Arbeitgeberseite, also die Unternehmen, die zur unbeschränkten Steuerberatung befugt sind, können assoziierte Mitglieder werden und so ihr Image als moderne und arbeitnehmerorientierte Arbeitgeber dokumentieren. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund des vorherrschenden Fachkräftemangels ein nennenswerter Vorteil.

Branchendienstleister, wie z. B. Fachverlage, Softwareanbieter und Fortbildungsinstitute etc., können im Rahmen einer Fördermitgliedschaft Zugang zu den angestellten Steuerleuten finden. Die einzig stimmberechtigte Mitgliedschaft bleibt dabei den ordentlichen Mitgliedern vorbehalten.

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